Die Berufsfeuerwehr Weimar wurde am heutigen Nachmittag in den Rosenweg in Weimar alarmiert. Eine Frau hatte beim Aufräumen ihres Kellers einen Behälter mit Pikrinsäure gefunden. Da diese unter anderem hochexplosiv ist, verständigte sie die Feuerwehr.
Die Feuerwehr und die Polizei richteten zunächst eine Sperrzone ein und evakuierten zehn Wohnhäuser mit insgesamt 25 Personen.
Anschließend wurde der Behälter durch einen Trupp der Feuerwehr, welcher mit einem leichten Chemikalienschutzanzug ausgestattet war, kontrolliert.
Da der Behälter mit der gefährlichen Säure bereits mehrere Jahre in dem Keller stand, wurde nach Rücksprache mit dem Thüringer Landeskriminalamt entschieden, dass dieses die Säure am nächsten Tag mit Spezialtechnik bergen wird. Die Einsatzkräfte des LKA haben dafür unter anderem einen speziellen Anhänger zum Transport von explosiven Gefahrstoffen.
Die evakuierten Personen konnten nach rund 90 Minuten ihre Wohnhäuser wieder betreten. Während der Absicherung stand ein Rettungswagen bereit.
Neben der Berufsfeuerwehr Weimar war die Freiwillige Feuerwehr Weimar-Ehringsdorf im Einsatz.
Nach Informationen der Polizei stammte die Pikrinsäure von einem ehemaligen Apotheker. Dieser hatte das Set in seinem Keller gelagert.