Reisen

Reisen

von Johannes Krey 19. September 2024
Der vierte und letzte Reisetag durch Norwegen mit der AIDA führte uns nach Stavanger. Auch hier legt die AIDA unmittelbar im Zentrum der Stadt an. Fußläufig kann man den Rundgang durch die Stadt starten. Unser erstes Ziel führte uns ins norwegische Erdölmuseum. Das Museum befasst sich schwerpunktmäßig mit der Offshore-Förderung in der Nordsee. Das Aussehen des Gebäudes ähnelt einer kleinen Ölplattform. Das Museum ist sehr familienfreundlich gestaltet. Kinder bekommen eine Karte, auf der sie verschiedene Stationen im Museum einzeichnen müssen. Beim Verlassen des Museums bekommen die Kinder dann eine kleine Überraschung. Viele Exponate können angefasst, benutzt und ausprobiert werden. Für Kinder gibt es eine bespielbare Ölbohrinsel samt Hubschrauber zum Klettern und Herumtoben. Nach dem Besuch des Erdölmuseums buchte ich mir eine Schnellboot-Tour durch das Lysefjord. Die Bootstour führte zum Hengjanefossen-Wasserfall, einem der höchsten Wasserfälle Norwegens, zur Vagabundenhöhle von Fantahålå und zum Preikestolen. Vorbei an kleinen Inseln und Lachsfarmen ging die Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft. Vom Veranstalter bekommt man einen Allwetteranzug für die Tour. Dieser sorgt für angenehme Temperaturen und für einen gewissen Feuchtigkeitsschutz gegen das Wasser. Das Boot wird von zwei V10-Motoren mit jeweils 350 PS angetrieben. Dabei erreicht das Boot eine Höchstgeschwindigkeit von rund 35 Knoten (rund 65 Km/h). Der gesamte Ausflug dauerte rund 2 Stunden und kostete 119 Euro. Gebucht werden kann dieser direkt am Hafen von Stavanger, unweit vom AIDA-Liegeplatz.
von Johannes Krey 18. September 2024
Das dritte Ziel unserer Norwegenreise mit der AIDA war der Hafen von Ålesund. Der Hafen liegt in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum. Somit konnten wir unseren Stadtrundgang direkt starten. Zuerst besuchten wir einen kleinen Hafen. Beim Sitzen auf einer Bank hatte man hier eine wunderschöne Aussicht auf die wunderschöne Landschaft. Zeitweise wirkte die Szenerie wie aus einem Bilderbuch. Weiter ging es durch die kleine Innenstadt mit verschiedenen Geschäften. Nächstes Ziel war der Aussichtspunkt Aksla. Diesen sieht man bereits mehrere Kilometer über der Stadt thronen. Vom Stadtpark aus führen 418 Treppenstufen auf den Gipfel. Der Aufstieg ist mühsam und teilweise sehr überfüllt. Zahlen an den Treppenstufen verraten einem, wie weit man beim Erklimmen des Gipfels ist. Auf der halben Strecke gibt es einen Aussichtspunkt, welcher, wie nicht anders zu erwarten, sehr überfüllt war. Hat man den Gipfel des 189 m hohen Hausbergs der Stadt erreicht, so bekommt man eine atemberaubende Sicht auf Ålesund und die Umgebung. In einem Restaurant kann man eine Stärkung zu sich nehmen und den Blick von der kostenpflichtigen Terrasse über die Stadt genießen. Wenige Meter weiter bekommt man diesen Blick umsonst. Auf dem Gipfel des Berges gibt es einige Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg. Mehrere Bunker- und Befestigungsanlagen sind hier errichtet worden. Diese Anlagen waren Teil von Hitlers Atlantikwall. Ein Teil dieser Bunker kann heute noch betreten und besichtigt werden. Eintritt kostet es nicht, die Besichtigung erfolgt auf eigene Verantwortung. Eine kleine Taschenlampe und festes Schuhwerk sind zu empfehlen. Zu Fuß ging es nach dem Rundgang die 418 Treppenstufen hinab. Wem der Fußmarsch zum Gipfel des Aksla zu aufwendig ist, kann mit einem Shuttlebus den Aussichtspunkt anfahren. Eine Straße führt direkt zum Gipfel hinauf.
von Johannes Krey 17. September 2024
Das zweite Ziel unserer Norwegenreise führte uns mit der AIDA in das Dorf Flåm. Idyllisch gelegen an einem Seitenarm des Sognefjords, liegt die AIDA mitten im Ortskern an. Dieser verfügt über einen Hafen, eine Tourist-Information mit Shoppingmöglichkeit, einen Bahnhof und eine Bushaltestelle. Alles ist recht klein, dafür aber landschaftlich sehr beeindruckend. Wir entschieden uns für einen Ausflug in ein Wikingerdorf in das rund 20 Kilometer entfernte Gudvangen. Die Fahrt erfolgte mit einem öffentlichen Bus der Verkehrsgesellschaft. Die Tickets kauften wir an einem Ticketautomaten in der Tourist-Information. In den Tickets ist die Nutzung von Kindersitzen im Bus enthalten. Die eigentliche Fahrt dauerte rund 25 Minuten. Mit einem Elektrobus fuhren wir durch einen endlosen Tunnel im Berg. Gudvangen ist ähnlich beschaulich wie Flåm. Das Highlight im Ort ist das Wikingerdorf. Hier kann man das Leben der Wikinger in einem Freilichtmuseum erkunden. Rund 10 Personen leben dauerhaft im Wikingerdorf unter damals üblichen Bedingungen. Hier gibt es eine Schmiede, eine Festhalle und verschiedene Hütten und Zelte, in denen die Wikinger lebten. Bewohner fertigen traditionelle Kleidung an, welche im Shop erworben werden kann. Zudem kann man sich beim Axtwerfen, dem Bogenschießen oder beim Wikingerschach vergnügen. In einer Führung erhält man viele Informationen über das Leben der Nordmänner. Gerade für unsere Kinder war der Besuch des Wikingerdorfes ein absoluter Höhepunkt unserer Reise. Viele Sachen können ausprobiert und erkundet werden. Zurück zur AIDA ging es wieder mit dem Elektrobus. Von der umliegenden Landschaft am Hafen von Flåm hat man eine wunderschöne Aussicht auf die AIDA. Viele Besucher von Flåm starten hier die Reise mit der Flåmbahn durch eine spektakuläre Landschaft, vorbei an Wasserfällen und Felsformationen.
von Johannes Krey 16. September 2024
Mit dem Kreuzfahrtschiff durch Norwegen. Erster Stopp der Reise war die Stadt Bergen. Mit rund 290.000 Einwohnern zählt die Stadt zu einer der größeren Städten auf unserer Reise. Im Zentrum gelegen ist der Fischmarkt der Stadt. Hier kann man fangfrischen Fisch in verschiedenen Ausführungen kaufen. Weitere Spezialitäten auf dem Markt sind Rentier, Elch- und Walwurst. Wenige hundert Meter entfernt ist die Fløibahn. Die Standseilbahn fährt auf zum Gipfel des Fløyen. Mit seiner Höhe von 320 m über dem Meeresspiegel hat man hier eine wunderschöne Aussicht auf Bergen und die Umgebung. Die Fahrt dauert rund 6 Minuten. Neben einer tollen Aussicht gibt es hier verschiedene gastronomische Angebote und mehrere abenteuerreiche Spielplätze für Kinder. Die Wartezeiten an der Bahn sind recht lang. Man kann sich aber vor Ort ein Ticket am Smartphone kaufen. Dann verkürzen sich die Wartezeiten massiv. Als weiteres Fortbewegungsmittel nutzen wir einen Hopp-On Hopp-Off Bus. Per Audioguide erfährt man viele Informationen über verschiedene Gebäude und die Stadt. Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Anbieter relativ teuer sind und ihren Fahrplan mitunter nicht wirklich einhalten. Diese Probleme hatten wir schon in mehreren Städten. Dennoch haben wir während der Fahrt viel Wissenswertes über Bergen erfahren und gesehen.
von Johannes Krey 6. August 2024
Ein wirklich kleines, jedoch feines Museum in der Normandie ist das D-Day Collins Museum in Sainte-Mere-Eglise in Frankreich. Das Museum ist in einem alten Schloss untergebracht. Dieses ist bekannt als das Château de Franquetot. Genutzt wurde das heutige Museum ab Juli 1944 von General Joseph Lawton Collins (bekannt als Lightning Joe) vom 7. Korps als Hauptquartier. In diesen Räumlichkeiten trafen General Collins mit General Omar Bradley, General George Smith Patton und dem Alliierten General Dwight David Eisenhower die Absprache für die Operation Cobra. Schon beim Betreten des Museums verspürt man einen gewissen Charme um das Gebäude. Alles ist liebevoll, rustikal und original eingerichtet. In verschiedenen Räumen werden verschiedene Szenarien ausgestellt. Zusehen ist unter anderem Collins Büro, ein Befehls- und Radioraum, ein Schlafzimmer, eine Krankenstation und weitere Räume. Alle Räume sind mit echten Utensilien aus dem Zweiten Weltkrieg und Schaufensterpuppen mit historischen Uniformen ausgestattet. Die Anzahl der ausgestellten Exponate ist groß und wirklich umfangreich. Dabei legen die Inhaber des Museums großen Wert auf eine originale Ausstattung. Nach dem Museumsbesuch gelangt man in den museumseigenen Shop. Hier können verschiedene Utensilien aus dem Zweiten Weltkrieg erworben werden. Ein paar Meter weiter wartet das museumseigene Café. Hier lässt es sich gut aus alten, historischen Sofas sitzen. Der Eintritt ins Museum beträgt um die 9 Euro. Parkmöglichkeiten sind vor dem Museum reichlich vorhanden. Für mich ein absoluter Geheimtipp, da die Sammlung sehr umfangreich ist und das Museum nicht allzu stark durch weitere Besucher besucht wird.
von Johannes Krey 6. August 2024
Als Teil des Atlantikwalls gab es in der Normandie verschiedene Widerstandsnester der deutschen Truppen. Diese befestigten und teilweise verbunkerten Anlagen zogen sich über die kompletten Landungsstrände von Omaha Beach, Utah Beach, Juno Beach, Gold Beach und Sword Beach. Während der Operation Overlord ab dem 6. Juni 1944 leisteten diese Anlagen erbitterten Widerstand gegen die Alliierten Truppen bei der Landung an den Stränden. Entlang der Strände in der Normandie sind heute noch viele der ehemaligen Anlagen erhalten. Während meiner Reise habe ich das Widerstandsnest 62, 65 und 68 mir angesehen. Eines der bekanntesten ist das Widerstandsnest 62 (dazu gleich mehr). Widerstandsnest 65 ist relativ klein und direkt von der Straße aus zugänglich. Über diesem prangt die amerikanische und französische Flagge. Vor dem Widerstandsnest steht eine Gedenksäule der US-Army Second Infantry Divison samt Bildern und Namen der Angehörigen dieser Einheit. Einige hundert Meter weiter ist das Widerstandsnest 68. Diese liegt etwas zurückgesetzt vom Strand auf einem Privatgelände. Diese kann nur von außen betrachtet werden. Eine der bekanntesten Verteidigungsanlagen ist das Widerstandsnest 62. Während der Operation Overlord erlitten die US-Truppen an diesem Widerstandsnest enorme Verluste durch das Abwehrfeuer der deutschen Soldaten. Gefreiter Heinrich Severloh, welcher an diesem Widerstandsnest diente, hat nach eigenen Angaben am 6. Juni 1944 mehr als 12.000 Schuss mit dem MG42 und weitere 400 Schuss mit zwei Karabinern Kar98 auf die US-Landungstruppen abgegeben haben. Wie viele Soldaten der US-Armee an diesem Tag verwundet oder getötet wurden, lässt sich nicht genau sagen. Laut Severlohs eigener Aussagen sollen es rund 2.000 verletzte oder getötete Soldaten gewesen sein. Am Nachmittag verließen Severloh und sein Kamerad Gefreiter Franz Gockel das Widerstandsnest und flüchteten. Severloh wurde am 7. Juni von den Amerikanern gefangen genommen. Die Anlage des Widerstandsnest 62 ist heute in ihren Grundzügen noch weitgehendst intakt. An den Wänden des Bunkers sind verschiedene Einschusslöcher. Oberhalb der Anlage ist ein Gedenkstein. Am Strand vor dem Widerstandsnest im Sand ist ein Gedenkstein der Combat Medics 16TH Infantry Regiment 1ST Infantry Divison. Viele weitere Widerstandsnester können entlang der Strände angesehen werden. Manche sind heute noch zugänglich, einige sind verschwunden, andere sind verschlossen und weitere sind auf Privatgrundstücken.
von Johannes Krey 6. August 2024
Eines der absoluten Highlights in der Normandie, war der Besuch des Overlord Museum nahe Colleville-sur-Mer. In diesem Museum wird die Geschichte der Landung in der Normandie 1944 durch klassische Museumsexponate und moderne, digitale Elemente und Effekte gezeigt. Vor dem Museum sind mehrere Panzer, verschiedene Waffensysteme und Bunker zusehen. Das Museum ist in verschiedene Szenarien eingeteilt. Mit aufwendig restaurierten Landungsfahrzeugen und Soldaten in Uniformen werden die verschiedenen Szenen dargestellt. Jede Szene wird detailliert für die Besucher beschrieben. Bis unter die Decke stapeln sich die Militärexponate aus dem Zweiten Weltkrieg. Neben Soundeffekten sind auch immer wieder digitale Bildeffekte durch Monitore zusehen. Nach dem Rundgang durch das Museum werden die Besucher in den museumseigenen Shop geführt. Hier gibt es verschiedenen Souvenirs und Andenken an die Landung der Alliierten im Jahre 1944. Für mich ist das Overlord Museum eines der spannendsten Museen in der Normandie. Ein Großteil der ausgestellten Fahrzeuge und Exponate wird durch die Mitwirkenden im Museum aufwendig restauriert und der Öffentlichkeit zur Schau gestellt. Der Eintritt für einen Erwachsenen Besucher beträgt 9.50 Euro. Parkmöglichkeiten stehen kostenfrei am Museum zur Verfügung.
von Johannes Krey 5. August 2024
Unweit des Mont-Saint-Michel liegt die deutsche Kriegsgräberstätte Mont d´Huisnes. Die im September 1963 eingeweihte Gedenkstätte in Form eines Mausoleums liegt auf einem rund 30 m hohen Hügel. 11.956 Menschen sind in dem Mausoleum ihre letzte Ruhestätte. Neben deutschen gefallenen Soldaten sind auch Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge sowie zivile Tote (Frauen, Säuglinge und Kinder) beerdigt. Die Toten und deren Überreste sind in einzelnen Grabkammern beerdigt. Diese sind mit dem Namen der Verstorbenen versehen. Vom Aussichtshügel kann man die Abtei Mont-Saint-Michel und deren umgebende Landschaft sehen. In der Gegend um die Kriegsgräberstätte fanden während des Zweiten Weltkriegs erbitterte Kämpfe statt. Am 25. Juli 1944 erreichten die Kämpfe die Gegend bei Avranches, welche rund 20 Kilometer von Huisnes-sur-Mer entfernt liegt. Die US-Armee führte hier die "Operation Cobra" durch, welche entscheidend zum Durchbruch der deutschen Abwehrfront und zum Vorstoß der Alliierten in Richtung Paris beitrug. Die Schlacht in der Normandie forderte bis Ende August 1944 rund 438.000 Tote und Verwundete auf beiden Seiten. Heute wird die Kriegsgräberstätte im Rahmen des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens von 1954 durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. betreut. In der Eingangshalle der Kriegsgräberstätte kann man die Namen der Toten in einem Buch lesen. An der Wand gibt es mehrere Bildschirme mit einzelnen Geschichten von Personen und Informationen über den Krieg.
von Johannes Krey 5. August 2024
Für einen Kurztrip mit geschichtlichem Hintergrund fuhr ich Anfang August nach Frankreich. Ziel war unter anderem das weltbekannte UNESCO-Weltkulturerbe Mont-Saint-Michel. Dieses Bauwerk steht im Wattenmeer der Normandie. Bereits über mehrere Kilometer kann man es am Horizont sehen. Geparkt wird auf einem Parkplatz, rund 3,5 Kilometer entfernt. Zu Fuß oder per Shuttlebus geht es über einen Steg zum Mont-Saint-Michel. Die Parkgebühren für einen Pkw betragen rund 17 EUR. Dieser Preis beinhaltet aber auch den Transfer vom Parkplatz zur Abtei und zurück. Schöner ist jedoch der Weg zu Fuß. Der Eintritt ist generell kostenfrei. Möchte man jedoch die historische Abtei von Mont-Saint-Michel besuchen, so sind pro Person 13 EUR fällig. Die Abtei ist ein sehr imposantes Bauwerk. Aus meiner Sicht lohnt sich ein Besuch jedoch nicht wirklich, da man trotz eines Tickets sehr lange Wartezeiten hat. Generell ist die Anlage und die Umgebung sehr überlaufen von Touristen. In den engen Gassen drängen sich die Menschen dicht an dicht von den kleinen Läden und Restaurants. Die über 3 Millionen Besucher jährlich müssen ja auch irgendwo hin. Mein Tipp: ein Spaziergang zum Mont-Saint-Michel und einen Blick ins Innere der Anlage (dies ist alles kostenfrei). Wenn man dennoch in die Abtei möchte, so sollte man Wartezeit mitbringen.
von Johannes Krey 5. August 2024
Der amerikanische Soldatenfriedhof nahe der Ortschaft Colleville-sur-Mer in der Normandie, Frankreich, ist einer der bekanntesten Soldatenfriedhöfe der Amerikaner. Erbaut wurde der Friedhof zur Ehrung der verstorbenen Soldaten der Operation Overlord von der 1. US-Armee. Die Lage des Friedhofs ist direkt am Omaha Beach, wo ein Großteil der US-Armee am 6. Juni 1944 in Booten anlandete. Auf dem Friedhof stehen 9387 Gräber von gefallenen Soldaten. Reihe in Reihe angeordnete weiße Kreuze mit den Namen der gefallenen Soldaten. Auf einem Platz in der Mitte weht die amerikanische Flagge über dem Gedenkort. Den Mittelpunkt bildet eine kleine, kreisförmige Kapelle. Auf der entgegengesetzten Seite ist ein halbkreisförmiges Säulendenkmal, auf dem Karten der Militäreinsätze angebracht sind. An den Wänden sind zusätzlich 1557 Namen von vermissten Amerikanern eingraviert. Die komplette Anlage ist weitläufig und sehr gepflegt. Verwaltet wird der Friedhof durch die American Battle Monuments Commission. Diese pflegt die Gedenkstätte sehr detailliert. Besucht werden kann der Friedhof täglich von 9 bis 17 Uhr (in den Sommermonaten längere Zeiten möglich). Geparkt werden kann direkt auf dem Friedhofsgelände. Große Bekanntheit erlangte der Friedhof unter anderem durch den Spielfilm "Der Soldat James Ryan". Hier läuft zu Beginn und zum Ende des Films der fiktive Soldat James Ryan zum Grabstein von Captain John Miller. Der Grabstein wurde eigens für den Film auf dem Friedhof aufgestellt und nach den Dreharbeiten wieder entfernt. Jedoch sind auf dem Friedhof zwei Brüder (Niland Brüder) beerdigt. Sie dienten als Inspiration für den Film von Steven Spielberg.
von Johannes Krey 26. Juni 2024
Neulich, also genauer gesagt am vergangenen Samstag in Frankfurt am Main. Während des Dreh zum Fußballspiel Deutschland gegen Schweiz ein paar Aufnahmen in der Frankfurter Innenstadt in Schwarz-Weiß gemacht. Frankfurt zusammengefasst: hohe Gebäude, viele gescheiterte und extrovertierte Menschen und eine große Menge an Schmutz in den Ecken der Straßen. Für mich persönlich ist Frankfurt am Main viel zu groß und unübersichtlich. Als Mann der Kleinstadt liebe ich die kurzen Wege, die überschaubaren Menschen und natürlich Weimars Kultur. Ehrlicherweise gab es aber auch in Frankfurt sehr spannende Orte. So lebte hier einst Johann Wolfgang von Goethe und es gibt viele jüdische Museen und Gedenkorte. Und die Hochhäuser samt ihren Häuserschluchten beeindrucken schon. Da kam für einen kurzen Augenblick sogar ein wenig New York Feeling auf.
von Johannes Krey 1. Mai 2024
Peenemünde kennen die meisten Menschen als Erfindungsort der Vergeltungswaffen, welche im Zweiten Weltkrieg gegen andere Länder eingesetzt wurden. Die Versuchsstelle des Heeres Peenemünde wurde ab 1936 erbaut. Der Standort wurde ausgewählt, da hier die Raketen nicht über landeseigene Dörfer und Städte fliegen mussten. Erprobt wurden auf dem Gelände verschiedene Waffen. Alle hatten das gleiche Ziel: die Vernichtung der Feinde von Nazi-Deutschland. Einer der bekanntesten Personen war der technische Leiter der Anstalt, Wernher von Braun. Er war nach dem Krieg an verschiedenen Entwicklungsprojekten der USA beteiligt. Auf dem Gelände der Heeresversuchsanstalt waren auch mehrere Zwangsarbeiter untergebracht. Diese mussten unter schwierigsten Bedingungen die A4 Rakete montieren. Das Gelände wurde während der Kriegsjahre mehrfach bombardiert. Nach Kriegsende 1945 wurde das Gelände bis 1952 durch die sowjetische Armee genutzt. Anschließend diente die Anlage der NVA unter anderem als Marinestützpunkt. Heute gibt es auf dem Gelände mehrere Ausstellungen. Zusehen sind auch mehrere Vergeltungswaffen und ein Transportzug aus der aktiven Nutzung. Eine Sonderausstellung zeigt heutige Bilder rund um das Gelände und alte Aufnahmen aus der Zeit der aktiven Nutzung. Das alte Kraftwerk kann heute ebenfalls besichtigt werden. Mit einem Aufzug kann man auf das Dach des Kraftwerks fahren und die Umgebung aus luftiger Höhe erkunden. Indirekt ist Peenemünde durch die Entwicklung von Vergeltungswaffen die Wiege der heutigen Atombomben. Durch die Entwicklung der Langstrecken tauglichen Raketen ging die Entwicklung dieser immer weiter. Wenige Jahre später wurden die ersten Atombomben entwickelt und eingesetzt.
von Johannes Krey 1. Mai 2024
Im Hafen von Peenemünde steht das Unterseeboot U-461 der sowjetischen Armee. Bei dem U-Boot handelt es sich um einen 86 m langen Unterwasser-Raketenkreuzer, welcher 1961 erbaut wurde. Ausgestattet mit mehreren Torpedos und Marschflugkörpern, konnte die U-461 maximal 33 Tage unter Wasser bleiben. Die Einsatzdauer des U-Boots betrug rund 90 Tage. Während ihrer Einsatzbereitschaft waren zwischen 78 und 82 Soldaten an Bord. Diese mussten sich drei Toiletten und eine Dusche auf engstem Raum teilen. Die U-461 wurde 1991 außer Dienst gestellt. 1998 wurde das Boot mit zwei Schleppern in den Hafen von Peenemünde verbracht. Dort verrichtet es nun seinen Dienst als Museumsboot. Die U-461 ist eines der letzten noch existierenden Unterseeboote ihrer Art. Für Menschen mit Platzangst oder körperlichen Einschränkungen ist der Besuch nicht zu empfehlen. Der Einstieg ins Unterseeboot erfolgt über eine kurze, steile Treppe. Im Boot müssen mehrere kreisrunde Schleusen überwunden werden. Während meines Besuches war die Temperatur im Boot recht angenehm. Man kann sich aber gut vorstellen, welche Temperaturen sich bei 80 Mann Besatzung und laufenden Maschinen herrschen. Zudem erscheinen mir drei Toiletten und eine Dusche nicht ausreichend für die Besatzungsmenge. Das Leben an Bord war sicherlich kein Wellnessaufenthalt und erforderte so manche Disziplinen der Besatzung. Am Ende kann man nur hoffen, dass das Museumsboot noch viele weitere Jahre der Öffentlichkeit zugänglich ist. Gerade in diesen Zeiten würde es mich nicht wundern, wenn ein sowjetischer Armee-Oberst auf die Idee kommen würde, das Boot für Kriegseinsätze wieder abzuholen und kampfbereit zu machen.
von Johannes Krey 30. April 2024
Seit meinem letzten Besuch auf der Insel Usedom vor rund 10 Jahren hat sich einiges verändert. Im Seebad Koserow wurde zwischen 2019 und 2021 eine neue Seebrücke in die Ostsee gebaut. Das 280 m lange, wellenförmige Bauwerk ist insbesondere am Abend wunderschön anzusehen. Dann erleuchtet die Silhouette der Brücke in der Dunkelheit. Am Ende der Brücke gibt es mehrere Sitzmöglichkeiten mit direktem Blick aufs Meer oder den Sonnenuntergang. Trotz einer steifen Brise-Winds war es am Abend am Strand und der Seebrücke sehr schön. Kaum ein Mensch hatte sich an den Strand verirrt. Nur ein paar vereinzelte Möwen waren unterwegs. Fotografisches Highlight war ein kleines Boot, welches am Strand lag und im Sonnenuntergang ein schönes Motiv bot. Neu ist auch ein beleuchteter Schriftzug "Usedom" oberhalb des Strandes.
von Johannes Krey 12. April 2024
Im nordbayerischen Flossenbürg liegt die Gedenkstätte und das Konzentrationslager Flossenbürg. Äußerlich wird das Konzentrationslager recht unscheinbar. Ein Hauptgebäude, in dem die Kommandantur untergebracht war, steht vor dem Eingang zum Lager. Nach dem Gebäude betritt man durch das Lagertor den großen Appellplatz mit den markanten Gebäuden der Häftlingsküche und der Wäscherei. In beiden Gebäuden sind heute Ausstellungen rund um das Konzentrationslager und die Gedenkstätte. In der ehemaligen Wäscherei kann man im Kellerbereich unter anderem die Desinfektionshalle besichtigen. Weniger Meter weiter folgt ein jüdisches Gedenkhaus und die Sühne-Kapelle mit zwei Wachtürmen. Von hier aus kann man hinab in das "Tal des Todes" blicken. Hier wurde am 25. Mai 1947 die erste KZ-Gedenkstätte in Europa eingeweiht. Diese besteht aus mehreren Grabplatten und mit Symbolen der einzelnen Nationen (Platz der Nationen) und einer Aschenpyramide. All das ist in Sichtweite des ehemaligen Krematoriums des KZ-Flossenbürgs. Von den circa 100.000 gefangenen Menschen des KZ-Flossenbürgs sind etwa 30.000 ums Leben gekommen. Die Gefangenen mussten unter anderem im Steinbruch den Flossenbürger Granit abbauen. Später wurden Sie auch in der Produktion des Jagdflugzeugs Messerschmitt eingesetzt. Wie bereits im KZ-Dachau gab es auch in Flossenbürg ein Lager eigenes Bordell, welches Mitte 1943 in Betrieb genommen wurde. Hier wurden weibliche Insassen zur Prostitution genötigt. Etwa 15 Frauen wurden hier zur Zwangsarbeit als Prostituierte eingesetzt. Die Bordellbesuche waren Teil eines Prämiensystems, welches durch die SS eingeführt wurde. Somit sollte die Arbeitsleistung der Häftlinge gesteigert werden. Besuchen durfte das Bordell jedoch nur eine privilegierte Gruppe. Ausgeschlossen davon waren unter anderem Juden, Sinti, Roma und Insassen aus der Sowjetunion. Einer der bekanntesten Häftlinge im KZ-Flossenbürg war der lutherische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer. Er wurde am 9. April 1945 durch die SS im Arresthof erhängt. In der Ausstellung widmet sich ein Teil dieser dem Leben von Dietrich Bonhoeffer.
von Johannes Krey 17. März 2024
Nahe Saalfeld in der kleinen Ortschaft Kamsdorf liegt das Besucherbergwerk Kamsdorf. Nach einer telefonischen Voranmeldung sind hier Führungen samt einer Bahnfahrt mit der Grubenbahn möglich. Nach dem Bezahlen und der Übernahme der Schutzhelme begrüßte uns der freundliche Bergwerksführer mit einem fröhlichen „Glück Auf“! Zu Fuß ging es zunächst wenige Meter unter Tage. Dort begannen gleich die ersten Stollen des ehemaligen Bergwerks. Abgebaut wurden hier unter anderem Kupfer-, Silber- und Eisenerz. Alte Schächte und Förderstollen, Technik aus vergangenen Tagen und eine elektrische Grubenbahn können hier bestaunt werden. Mit der Grubenbahn fährt man eine rund 700 m lange Strecke ins Innere des Bergwerks. Rumpelnd geht es vorbei an verschiedenen Gesteinswänden. Der Bergwerksführer erklärte die aufwendige Arbeit im Bergwerk und zeigte die verschiedenen Gesteinsarten. Die Kinder, welche die Führung begleiteten, durften mit einem Bergmannshammer auch selbst ein paar Steine klopfen und als Souvenir mitnehmen. Eine sehr spannende Führung für Jung und Alt. Die Mitglieder vom Kamsdorfer Verein zur Pflege der Bergbautradition e.V. machen dies mit sehr viel Herz und Engagement. Nach rund 90 Minuten fuhr die kleine Grubenbahn wieder rumpelnd an ihrem Bahnhof ein. Zu Fuß ging es wieder aus dem Stollen. Im alten Gebäude der Grubendirektion ist ein kleines Museum, welches verschiedene Werkzeuge, Utensilien und Gesteine aus dem Bergbau zeigt. Im wenigen Meter entfernten Reviercaffee können Café, Eis und Kuchenspezialitäten verzehrt werden. Der Eintritt ins Besucherbergwerk beträgt für zwei erwachsene Personen inklusive Fahrt mit der Grubenbahn 30 Euro. Kinder bis 5 Jahre sind kostenfrei.
von Johannes Krey 12. März 2024
Nur wenige Kilometer außerhalb von Ilmenau liegt der Ilmenauer Hausberg Kickelhahn. Dieser hat eine Höhe von 861 m. Zu Fuß kann man den Berg und die umliegenden Wälder erkunden. Dabei spielt die Jahreszeit keine Rolle. Rund um den Kickelhahn kreuzt der rund 20 km lange Goethewanderweg die Sehenswürdigkeit. Von diesem hat man einen wunderbaren Blick auf die Universitätsstadt im Tal. Einen weiteren Rundblick hat man vom 21 Meter hohen Aussichtsturm auf dem Kickelhahn. Diese ist fast ganzjährig für seine Besucher geöffnet. Die Wälder sind sehr Urig und fast mystisch. Dies liegt daran, dass man den Wald sehr naturbelassen wachsen lässt. Der Nebel, welcher durch die Bäume zog erhöhte diese Stimmung.
von Johannes Krey 5. März 2024
Der Landschaftspark in Nohra ist ein ehemaliger Militärflugplatz der sowjetischen Streitkräfte nahe Weimar. Heute ist das rund 160 Hektar große Gelände ein Landschaftspark und Naturschutzgebiet. Bewirtschaftet wird dieser von der Stiftung Landschaftspark Nohra. Auf dem ehemaligen Militärgelände wurden mehrere Exmoor-Ponis und Konik Pferde ausgewildert. Diese Wildpferde können sich in dem Landschaftspark weitgehend frei bewegen. Ein Vorteil beider Rassen: sie bedürfen keiner Hufpflege. Dieser nutzt sich durch das ständige umherlaufen auf den verschiedenen Untergründen eigenständig ab. Neben den Wildpferden gibt es noch weitere Tierarten und Pflanzen. Diese können auf den verschiedenen Wanderwegen durch den Landschaftspark entdeckt werden.
von Johannes Krey 17. Januar 2024
Wie oft habe ich das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar als Fotograf schon besucht. Jedes mal gibt es ein neues Detail der Geschichte rund um das Vernichtungslager zu entdecken. Diesmal nutze ich den dichten Schneefall um Fotos anzufertigen. Hier wirkt die ganze Situation gleich um einiges schlimmer. Die Kälte pfeift über den Appellplatz und lässt die Schneeflocken durch die kalte Luft tanzen. Für mich als Fotograf nur eine kurze Zeit in der eisigen Kälte. Für die Insassen, welche im Lager inhaftiert waren, war dies der bittere Alltag im Winter auf dem Ettersberg. Man kann nur hoffen, dass sich solche Verbrechen gegen die Menschheit nie wieder wiederholen.
von Johannes Krey 29. November 2023
Nach den gestrigen Schneefällen über Weimar zeigt sich heute die Stadt in einem schneebedeckten Kleid samt blauem Himmel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Passend zur Eröffnung der Weimarer Weihnacht, können die Besucher diese nun in winterlicher Atmosphäre erleben. Für die kommenden Tage sollen die Temperaturen frostig bleiben. Die Bilder zeigen einen Blick auf die Stadt Weimar mit historischem Stadtschloß, Marktplatz und Rathaus, Park an der Ilm (Goethepark), Herzogin Anna Amalia Bibliothek und dem historischen Friedhof.
von Johannes Krey 18. November 2023
Mit der AIDA Cosma ging es diese Woche durchs Mittelmeer. Der Start der Reise war in Palma auf Mallorca. Der erste Hafen, an dem die AIDA anlegte, war in La Spezia in Italien. Die Stadt am Mittelmeer wirkte recht in die Jahre gekommen. Für Kinder gab es einen schönen, abenteuerlichen Spielplatz. Angrenzend war der kleine Hafen für Yachten und Segelschiffe. Hier gab es einen Yachtverleiher, welcher Yachten im Wert von weit über 10 Millionen Euro im Bestand hatte. Von La Spezia ging es über Nacht nach Civitavecchia in Italien. Diese Stadt hatte für ein wenig den Charm von Old Jaffa in Tel Aviv, Israel. Die langgezogene Strandpromenade mit ihren vielen Palmen und eine Festung aus vergangenen Jahren sorgten für ein schönes Flair am Mittelmeer. Eine weitere Stadt, an der die AIDA anlegte, war Marseille in Frankreich. Da der Liegepunkt nicht direkt an der Stadt war, bot es sich an, den Shuttlebus von AIDA zu nehmen. Dieser brachte einen direkt zum alten Hafen von Marseille. Der Rest der Stadt kann ganz bequem zu Fuß abgelaufen werden. Spannend war besonders der Markt Les Capucins de Noailles in Marseille ist in der Rue du Marché des Capucins. Ein Wochenmarkt, auf dem man frisches Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch kaufen kann. Am Eingang des Marktes waren ein paar zwielichtige junge Menschen zu sehen, welche jeden Besucher ganz genau beobachteten. Zu Fuß ist man über die vielen Nebenstraßen und Gassen auch schnell im alten Hafen der Stadt, welcher direkt im Zentrum liegt. Jede Stadt der Reise hatte etwas für sich. Mein persönlicher Favorit war jedoch Marseille.
von Johannes Krey 2. Oktober 2023
Fahrt mit der Thüringer Bergbahn von Oberweißbach nach Lichtenhain/Bergbahn. Im geschlossenen Wagen ging es die 1351 Meter lange Strecke bergauf und anschließend im offenen Wagen bergab. Die Bahn überwindet dabei einen Höhenunterschied von 323 Metern. Im Bahnhof Lichtenhain/Bergbahn konnte man eine Strecke mit einem Olitätenwagen fahren. Die kurze Strecke führte entlang der Natur bei malerischem Herbstwetter. Eine Fahrt mit der Bergbahn und dem Olitätenwagen kostet 15 Euro pro Person.
von Johannes Krey 16. Februar 2023
Das Konzentrationslager Dachau bei München wurde am 22. März 19 33 in Betrieb genommen. Am 29. April 1945 erfolgte die Einnahme durch die 7. US-Armee. Das Lager war während der Zeit durchgehend in Betrieb. Es ist somit eines der am längsten genutzten Lager in der NS-Zeit. In NS-Kreisen war das Lager ein Vorzeigelager und diente neben der Vernichtung von Menschen als Propaganda-Lager.
von Johannes Krey 24. September 2022
Alleine ohne Menschen hatten wir die vergangene Nacht am Strand verbracht. Heute Morgen fuhren wir weiter auf der Westseite Sardiniens. Die Straße führte meistens parallel zum Meer. Dabei ergaben sich immer wieder spektakuläre Ansichten der Landschaft. Gegen Mittag erreichten wir Porto Flavia. Ein ehemaliger Seehafen, welcher direkt am Meer gebaut ist. Leider war es gerade Mittagspause, so konnten wir das Museum nicht besuchen. Weiter führte uns der Weg in Richtung Dune de Piscinas. Diese Landschaft ist eine der größten Dünen in Europa. Da der Strand aber ziemlich überlaufen war, fuhren wir einige Kilometer weiter an eine ruhigere Stelle. Der Weg führte uns bis fast ans Meer. Nach einem ausgiebigem Mittagessen gingen wir ans Meer und verweilten dort eine Weile und bewunderten die schöne Landschaft. Der Rückweg forderte den Allrad unseres Fahrzeugs. Anschließend suchten wir uns einen Stellplatz am Meer und schlugen unser Nachtlager auf. Zum Ausklang des Tages zeigte sich ein traumhafter Sonnenuntergang.
von Johannes Krey 23. September 2022
Nach einer entspannten Nacht unter Pinienbäumen auf einem Campingplatz nahe Lotzorai haben wir am Morgen zunächst unser Frischwasser vom Bus aufgefüllt. Hatte ich mich vorher nie mit dem Thema Wasser und Ausland beschäftigt, so bin sehr froh einen Alb-Filter angeschafft zu haben. Damit werden hoffentlich alle Verunreinigungen aus dem Wasser gefiltert. Nächstes Reiseziel war die Hauptstadt Cagliari. Ein Stellplatz für unseren GCS haben wir recht schnell Bahnhof gefunden. Hier kostet die Stunde parken 1 Euro. Zu Fuss ist man innerhalb weniger Minuten in der Altstadt. Da es Mittagszeit war, suchten wir eine Pizzeria auf und aßen eine wirklich sehr leckere Pizza Margherita. Frisch gestärkt erkundeten wir die Altstadt und ihre zahlreichen kleinen Gassen. Was mich immer wieder an den kleinen Gässchen beeindruckt? Die Menschen die hier leben hängen ihre frische Wäsche. Ein Teil des Alltags spielt sich auf den kleinen Balkons ab. Am Nachmittag setzten wir unsere Reise fort in Richtung Pula. Hier fanden wir einen Stellplatz direkt am Meer. Die Zufahrt zum Stellplatz wirkte aufgrund der hohen Gräser schon fast wie im Dschungel. Gegenüber unseres Stellplatzes ist die kleine Insel „Isola di san Macario“. Auf der Insel ist offensichtlich nichts weiter außer einem ehemaligen Wachturm. Leider haben wir bisher nicht nochmal so eine schöne klare Badestelle wie am ersten Tag gefunden. An unseren jetzigen Stellplatz kann man auch nicht schnorcheln. Aber wir sind ja noch ein paar Tage auf der Insel.
von Johannes Krey 22. September 2022
Die Nacht hat es angefangen zu regnen. Das machte den Weg vom Standplatz zur nächsten Straße gleich etwas spannender. Vom nächtlichen Standplatz ging es am Morgen zur Castello della Fava. Dabei handelt es sich um einer des besterhaltenen Überreste einer Mittelalterlichen Burg an der Ostküste Sardiniens. Der Aufstieg zur Anlage war mit Kinderwagen eine kleine Herausforderung. Deshalb entschieden wir uns, den Kinderwagen auf halben Wege abzustellen und unser Kind zu tragen. Belohnt wurden wir dafür mit einer wunderschönen Aussicht. Der rund 20 Meter hohe Burgturm ist restauriert und kann begangen werden. Nach der Besichtigung der Burg fuhren wir in Richtung Capo Camino. Hier fuhren wir eine rund 8 Kilometer lange Strecke abseits befestigter Wege. Diese führte zu wunderschönen Stränden. Baden war leider heute aufgrund der frischen Temperaturen nicht möglich. Kurz vor dem Ende der Strecke wurde diese dann recht knackig. Tief ausgewaschene Wege und sehr tiefe Bäume stoppten unsere weiterfahrt. Der Unterfahrschutz hatte schon ein paar mal Bodenkontakt. Am Ende half alles nichts mehr. Rückwarts ging es den Weg wieder hinauf. Dabei immer wieder ordentlichen Kontakt mit dem Unterfahrschutz gehabt. Eine Umfahrung des Weges war leider nicht möglich, da am Ende wieder eine Passage mit tiefhängenden Bäumen kam. Also wieder die 8 Kilometer retour. Unser letztes Ziel des Tages war Lotzorai. Hier suchten wir uns einen kleinen Campingplatz am Meer.
von Johannes Krey 21. September 2022
Nach einer entspannten Nacht auf der Fähre nach Sardinien sind wir am Morgen in Golf Aranci angekommen. Unser erster Weg führte uns gleich über eine kleine unbefestigte Straße direkt ans Meer. In der kleinen Bucht konnten wir entspannt frühstücken und anschließend schwimmen und schnorcheln. Das Wasser ist einfach nur glasklar und wohl temperiert. Gegen Mittag ging es die unbefestigte Straße wieder zurück. Was aus unserer Sicht bereits eine Offroadstrecke ist, wird von den einheimischen mit einer Mercedes-Benz C-Klasse problemlos befahren. Nach dem Mittag ging es wieder über kleine unbefestigte Wege an einen Strand des Tyrrhenischen Meers. Dieser Stellplatz liegt in Sichtweite der Castello della Fava, einer schöner mittelalterlichen Ruine. Hier haben wir den Rest des Tages verbracht und unser Nachtlager aufgeschlagen. Morgen wollen wir die Umgebung und die Castello della Fava erkunden.
von Johannes Krey 18. August 2022
Luxembourg American Cemetery and Memorial ist ein ameriaknischer Soldatenfriedhof mit Gedenkstätte in Luxemburg. Das Gelände umfasst einen Besucherbereich, in dem Informationen über die Anlage in Empfang genommen werden können, eine Kapelle und ein Denkmal. Die Grabreihen sind sehr geometrisch angeordnet. In der Sichtachse steht im Hintergund ein Fahnenmast mit der amerikanischen Flagge. Die Grabkreuze auf dem Friedhof sind aus weißem Marmor errichtet. Unter den vielen Gräbern sind auch Gräber von jüdischen Soldaten. Eine besondere Grabstätte ist von General George S. Jr. Patton verstarb am 21. Dezember 1945 in einem Militärkrankenhaus in Heidelberg und wurde auf diesem Friedhof auf seinen eigenen Wunsch beigesetzt. Die komplette Anlage ist sehr gepflegt und interessant gestaltet. Für mich einer der spannendensten Friedhöfe, welche ich bisher besucht habe.
von Johannes Krey 18. August 2022
Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist aus fotografischer und auch technischer Sicht eine Reise wert. Das 1873 gegründete ehemalige Eisenwerk besticht durch seinen Industriecharme und die scheinbar unendliche Größe der Anlage. Der Betrieb in der Anlage wurde 1986 eingestellt. Heute kann man der ehemaligen Betriebsstätte eine Sinteranlage, eine Erzhalle, die Möllerhalle, die Hochofengruppe, die Kokerei, dass Kohlengleis, die Handwerkergasse, dass Gasometer und die Gebläsehalle bestaunen. An allen Stationen gibt es verschiedene Informationen zu deren ehemaligen Verwendung. Zusätzlich gibt es noch sehr viele spannende Ausstellungen. Für mich als Fotograf war der Besuch der Anlage ein Absolutes Highlight, welches den ganzen Tag in Anspruch nahm. An jeder Ecke habe ich etwas neues entdeckt. Viele Dinde kann man auch selbst ausprobieren und benutzen. Ein großteil der Anlage ist barrierearm gestaltet. Über Aufzüge und Rampen kann die Anlage bequem mit einem Kinderwagen oder einem Rollstuhl befahren werden.
von Johannes Krey 17. August 2022
Mit dem Hymer Grand Canyon S 4x4 nach Luxemburg. Freistehen war laut Internet nicht wirklich möglich, deshalb haben wir uns einen Campingplatz in Alzingen (ein paar Kilometer außerhalb von Luxembourg Stadt gesucht). Der Campingplatz kostet für unseren Bus inklusive drei Personen für zwei Nächte 36 Euro. Am ersten Morgen voller Vorfreude aufgestanden und gesehen, dass es etwas geregnet hat. Leider waren die Niederschläge nicht allzu stark und langanhaltend. Mit dem öffentlichem Bus ging es in die Stadt zum Fotografieren. Die Fahrt im Bus war sehr unspektakulär. Besonderheit: der öffentliche Nahverkehr ist in Luxemburg umsonst. Die Busse sind alle gepflegt und modern. Kurz vorne weg: auf dem Rückweg mit dem Bus haben wir am Busbahnhof bei 25° Celsius auf den Bus gewartet. Die Bus-Gesellschaft verteilte an alle wartenden Personen gekühltes Wasser. Luxembourg ist eine sehr spannende und faszinierende Stadt. Hier gibt es viele Sehenswürdigkeiten auf einem geballten Haufen. Diese reichen vom großherzoglichen Palast, über die Kirche Notre-Dame und die Kirche Saint-Jean-Baptiste und die Kasematten der Stadt. Im Stadtteil Grund gibt es viele kleine Gassen direkt am Wasser. Die komplette Stadt wirkt sehr freundlich und aufgeräumt. Preislich ist es auf dem Niveau einer deutschen Großstadt. In der Stadt kann alles weitgehend fußläufig erreicht werden. Zwischendrin gibt es jedoch immer wieder kurze steile An- und Abstiege. Morgen geht es dann in Richtung Natur. Vielleicht wandern wir ein paar Wege im Müllerthal. Dies machen wir aber vom Wetter abhängig, da es laut Vorhersage morgen heftige Gewitter geben soll.
von Johannes Krey 7. August 2022
Mit der AIDA startete die Reise ab Hamburg in Richtung Dänemark und Norwegen. Besucht haben wir die Kleinstadt Kalundborg mit Hafen und einigen alten Gebäuden. In Skagen, die nördlichste Stadt Dänemarks, mit seinen vielen Dünen, wunderschöner Landschaft und einem Leuchtturm. In Skagen treffen die Nordsee und Ostsee aufeinander. Letzter Halt war die norwegische Hauptstadt Oslo. Gepflegtes Stadtbild, viele Sehenswürdigkeiten und freundliche Menschen. Die Wachen des Königspalast (männlich und weiblich) patrouillierten diszipliniert vor dem Palast auf und ab. Die Parkanlage rund um den Königspalast war sehr gepflegt und idyllisch. Ein weiterer sehr gepflegter und idyllischer Ort ist der Vigeland Skulpturenpark. Hier gab es für Kinder einen mega tollen Spielplatz mit sehr vielen Elementen. Unsere Artikel sind für Sie kostenfrei. Dennoch freuen wir uns über eine kleine Spende in unsere digitale Kaffeekasse!
von Johannes Krey 7. Juni 2022
Vor ein paar Wochen hatte ich die Möglichkeit das Konzentrationslager und die Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen abseits des Besucherstroms zu fotografieren. Der Rundgang startete in der Stollenanlage. Hier wurde seit dem Sommer 1943 die Raketenproduktion für Peenemünde in den Stollen verlagert. Ab 1944 kamen weitere Rüstungsprojekte wie der unterirdische Flugzeugbau und die Treibstoffwerke dazu. Zehntausende KZ-Häftlinge mussten als Zwangsarbeiter unter schwersten Bedingungen in der Anlage Arbeiten. Nur ein kleiner Teil der Stollenanlage ist heute öffentlich zugänglich. Anhand eines Stahlmodells im Stollen kann man die Ausmaße der Anlage einsehen. Im Außenbereich kann man die ehemaligen Gebäudereste des Konzentrationslagers ansehen. Hier stehen unter anderem noch eine rekonstruierte Lagerbaracke und das Krematorium. Im Verwaltungsgebäude gibt es eine Dauerausstellung über das Konzentrationslager mit vielen interessanten Infos und Fakten.
von Johannes Krey 13. Mai 2022
"Projekt Arado" - Kriegs- und Erlebnismuseum im polnischen Kamienna Gora. Während des zweiten Weltkriegs wurde hier eine ausgedehnte, unterirdische Anlage errichtet. In dem Stollen wurden Teile für die Vergeltungswaffen V1 und V2 produziert. Durch die Berglage war die Anlage bombensicher. Zusätzlich wurde hier ein Produktionsstandort der „Arago Flugzeugwerke GmbH“ eingerichtet. Hier wurde seinerzeit das strahlgetriebene Bombenflugzeug Arago Ar 234 gebaut. Im Krieg- und Erlebnismuseum kann man Teile der ehemaligen Flugzeugproduktion besichtigen. Die Führung durch die Anlage erfolgte durch eine polnische Mitarbeiterin der Anlage. Auf Prospekten wird das Museum auch „Hitlers verlorenes Labor“ genannt. Skurril werden hier gleich zu Beginn ein Raum mit Menschenversuchen gezeigt. Anschließend zeigte die Mitarbeiterin die verschiedenen Waffen der Nazis im dritten Reich. Den Zwangsarbeitern der Anlage wurde anschließend auch eine kurze Schweigeminute gewidmet. Spannende Anlage, wenn auch viel Alberei seitens der Museumsmitarbeiter aufgebracht wird. Gefühlt nahmen die polnischen Besucher das Thema Nazis und drittes Reich nicht so ernst. Am Ende der Ausstellung gab es noch einen Raum mit weiteren Waffen und original Bildern sowie einer ENIGMA aus der Zeit.
von Johannes Krey 11. Mai 2022
Der kleine Ort Swieradow-Zdroj ist recht unspektakulär. Jedoch biete er am Ortsrand eine sehr spannende Attraktion. Dort steht ein 62 Meter hoher Skywalk, welcher eine wunderschöne Sicht auf die Naturlandschaft Glatzer Schneeberg bietet. Der aufstieg auf 62 Metern Höhe erfolgt über einen 850 Meter langen, hölzernen Skywalk. Dieser läuft sich sehr entspannt und kann bequem mit einem Kinderwagen begangen werden. Zwischendrin gibt es mehrere Netzelemente, welche man durchlaufen kann. In luftiger Höhe angekommen erwartet einen der gläserne Steg und ein weiteres Netz in der Plattform. Bei beiden Attraktionen sollte man definitiv schwindelfrei sein. Eine super Rundumsicht auf die angrenzende Landschaft und die Ortschaften bietet der Aussichtsturm natürlich auch. Der Abstieg vom Skywalk erfolgt fußläufig oder per Rutsche. Letzteres schlängelt sich rund 105 Meter zum Eingang herunter. Für eine Fahrt werden rund 2,50 Euro berechnet. Der Eintritt auf den Skywalk kostet rund 14 Euro.
von Johannes Krey 10. Mai 2022
Uranstollen in Schmiedeberg (Kowary) in Polen. Die zirka 1200 Meter lange Stollenanlage kann mit einem Guide besichtigt werden. Die Führung erfolgt leider nur auf polnisch. Viele Sachen kann man sich aber herleiten. Im 12. bis zum 15. Jahrhundert wurde aus dem Stollen Eisenerz gefördert. Ab den 20er Jahren des 20. Jahrhundert begannen die Deutschen mit der Suche nach Uranerz und dem Abbau davon. Während des zweiten Weltkriegs wurde mit dem Uranerz aus dem Stollen in Oranienburg geforscht für die deutsche Atomindustrie. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Uranerz durch die Sowjetunion gefördert für die Atombombenproduktion. Die Arbeiten waren zum Teil streng geheim. Heute kann man im Stollen die Arbeitswerkzeuge der Bergleute, eine Mineralienausstellung und die Zeit rund um die Uranförderung ansehen. Am Ende der Führung gibt es ein Modell der ersten Atombombe „Little Boy“, welche auf Japan aufgeworfen wurde. Eine Lasershow zeigt dieses Kapitel der Geschichte in einem Seitenstollen. Parkplätze gibt es unterhalb der Anlage. Dort kann direkt der Eintritt entrichtet werden. Der Weg zur Stollenanlage führt recht steil nach Oben durch eine kleine Waldstraße. Trotz der Führung auf polnisch eine sehr interessante Anlage mit geschichtlichem Hintergrund.
von Johannes Krey 9. Mai 2022
Der Landshuter Kamm am Fuße des Riesengebirges bietet eine wunderschöne Landschaft. Zusehen gab es hier die „Farbige Seen“. Diese entstammen auf natürliche Weise durch die Sicherungen in den ehemaligen Schürfgruben Hoffnung, Gustav und Neues Glück aus dem 18. Jahrhundert. Metalloxide bewirken, dass das Wasser der Seen purpurrot, grün und azurblau schimmert. Die komplette Landschaft kann fußläufig erreicht werden. Ein Parkplatz sowie ein Campingplatz sind vorhanden. Um direkt zu den Seen zu gelangen, müssen zum Teil kurze, steile Wege gelaufen werden. Hier empfiehlt sich definitiv festes Schuhwerk. Über einen kurzen, aber recht steil An- und Absteigenden Wanderweg können alle Seen abgewandert werden. Zum Zeitpunkt meines Besuches strahlten die Seen leider nicht so stark. Landschaftlich war es dennoch eine Reise wert und eine absolute Empfehlung.
von Johannes Krey 31. März 2022
In der Stadt Oranienburg wurde 1936 das Konzentrationslager Sachsenhausen eingerichtet. Insgesamt wurden rund 200.000 Häftlinge nach Sachsenhausen deportiert. Ab August 1941 wurden die Häftlinge hier unter anderem durch eine Genickschussanlage ermordet. An das Konzentrationslager war ein Übungslager angegliedert. Hier wurden angehende KZ-Kommandanten ausgebildet. In der Lagereigenen Gaskammer wurde neue Vergasungstechniken erprobt. Ab 1939 wurden im Krematorium systematisch Häftlinge verbrannt. Auf dem Gelände gab es aber auch eine Lagerkantine und ein Lagerbordell. Beide Einrichtungen konnte man besuchen, wenn man besonders bei der Lagerarbeit auffiel und dafür Gutscheine erhielt. Die Frauen für das Lagerbordell kamen aus anderen Konzentrationslagern. Sie mussten den ganzen Tag körperlich zur Verfügung stehen. Jeder Häftling hatte dabei 20 Minuten Zeit für den Bordellbesuch. Bevor das Lagerbordell offiziell in Betrieb genommen wurde, nutzen die Lageraufseher dieses und vergnügten sich dort. Sachsenhausen diente aber auch als Modell- und Schulungslager der SS und Konzentrationslager in unmittelbarer Nähe der Reichshauptstadt Berlin. Heute ist das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen eine Gedenkstätte und ein Museum. Einige Häftlingsbaracken sind rekonstruiert wurden. In Ihnen kann man die Einrichtung sehen. Neben den konstruierten Gebäuden gibt es auch sehr interessante Ausstellungen über das Lager. So sind im Keller der Küche sehr viele Wandzeichnungen von Häftlingen ausgestellt. Im Eingangsbereich gibt es mehrere Bronzemodelle des Lagers in der NS-Zeit und heute.
von Johannes Krey 22. März 2022
Die Fabryka Emalia Oskara Schindlera ist ein staatliches Museum in einem der ehemaligen Gebäude der Deutschen Emailwarenfabrik (DEF) in Krakau. Die DEF wurde von Oskar Schindler betrieben. Zeitweise arbeiteten hier bis zu 800 Juden, unter anderem auch aus dem Krakauer Ghetto. In den Jahren 1939 bis 1942 wurden in der Fabrik Emailwaren und Munition gefertigt. Ab dem Jahr 1943 begann die Produktion von Granatenhülsen. So wurde die Fabrik als kriegswichtige Produktionsstätte eingestuft. Die jüdischen Arbeiter in Schindlers Fabrik wurden niemals geschlagen oder in ein Vernichtungslager deportiert. Nach dem Kriegsende gingen viele der überlebenden „Schindlerjuden“ nach Israel. Oskar Schindler fand in Jerusalem auf dem römisch-katholischen Franziskanerfriedhof auf dem Berg Zion nach seinem Tod im Jahr 1974 die letzte Ruhestätte. Bis heute besuchen zahlreiche Juden das Grab und Ehren ihm, in dem sie einen kleinen Stein niederlegen. Ein Teil der ehemaligen Fabrik wird seit 2010 als Museum genutzt. Die Dauerausstellung trägt den Namen „Krakau unter der deutschen Besatzung 1939 bis 1945“. In zahlreichen Exponaten wird das Leben der Juden unter anderem im Krakauer Ghetto beschrieben. Ein weiterer Teil widmet sich aber auch der Geschichte um Oskar Schindler und der DEF. Eine sehr spannende, wenn auch traurige Geschichte Krakaus.
von Johannes Krey 1. Oktober 2021
London war Drehort aller Harry Potter Filme. Aus diesem Grund besuchte ich die Warner Bros. Studios außerhalb Londons, um mir die dortigen Drehkulissen anzusehen. Die Tour habe ich ab London mit Goldentours für rund 90 Euro gebucht. Inklusive waren dabei der Transfer mit einem Harry Potter Doppeldeckerbus, der Eintritt in das Studio und der Rücktransport nach London. Die Warner Bros. Studios erstrecken sich über mehrere Hallen und Außengelände. Gestartet wird die Studiotour mit einer Sicherheitskontrolle. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich einen elektronischen Tourguide zu leihen für zirka 6 Euro pro Person. Dieser führt einen durch die komplette Ausstellung mit interessanten Infos und Making Off Hintergründen. Zu den Highlights der Studiotour zählen unter anderem der Besuch der großen Halle, des Aufenthaltsraums und Schlafsaal von Gryffindors, Dumbledores Büro, Hagrids Hütte, der verbotene Wald und weitere interessante Kulissen. Am Ende der Studiotour steht ein Modell von Hogwarts mit allen Nebengebäuden und der Umgebung. Während des Besuchs können verschiedene Harry Potter Kulissen interaktiv ausprobiert werden. Die Gesamtdauer der Tour beträgt rund 7 Stunden (je nach Verkehr in London).
von Johannes Krey 30. September 2021
Der Highgate Cemetery East London wurde im Jahr 1839 eröffnet. Er gehört zu Magnificent Seven Friedhöfen, die rund um London entstanden. Auf dem Friedhof sind unter anderem Douglas Adams, George Michael, Alexander Litwinenko und andere bekannte Personen begraben. Das wohl bekannteste Grab auf dem Friedhof gehört zu Karl Marx. Der Friedhof zeigt sich bereits beim betreten durch seine verwilderte Art. Viele Grabsteine auf dem Friedhof sind bereits bewachsen oder stehen schief. In der Mitte der Anlage ist ein dicht bewachsener Wald, welcher von Grabsteinen durchwachsen ist. Immer wieder führen kleine Wege durch die Friedhofsanlage. Der Highgate Cemetery ist ein, durch eine Straße zweigeteilter Friedhof. Gegenüber liegt der Highgate Cemetery West. Hier gibt es mehrere Mausoleen und Katakomben.
von Johannes Krey 28. September 2021
Sightseeing und Streetphotographyin London. Mit dem klassischen roten Hop-On-Hop-Off Bus kann man schnell und flexibel weite Teile der Stadt erkunden. Die Preise für einen solchen Bus variieren von Anbieter zu Anbieter. Die Preise sind deutliche teurer als in Deutschland. Dennoch ist die Stadt sehr sehenswert und vorallem sehr schnelllebig. Unsere Artikel sind für Sie kostenfrei. Dennoch freuen wir uns über eine kleine Spende in unsere digitale Kaffeekasse!
von Johannes Krey 14. September 2021
Wanderroute im Lauchagrund bei Bad Tabarz. Rund 10 Kilometer Wanderstrecke mit kurzen, aber knackigen Steigungen. Highlights auf der Strecke: das Backofenloch und der Aschenbergstein mit seiner weitläufigen Aussicht auf den großen Inselsberg und die Umgebung. Die Wanderstrecke zählt zu den schönsten Wanderstrecken in Thüringen.
von Johannes Krey 4. August 2021
Der Städtische Friedhof gehört zu den ältesten noch genutzten Stadtfriedhöfen in Thüringen. Sein Ursprung reicht bis in die Anfänge des 15. Jahrhunderts zurück. Zu sehen sind auf dem Friedhof sehr alte Grabsteine der verschiedenen Jahrhunderte und Moderne der aktuellen Zeit. Mehrere Eingänge führen auf das Gelände des Friedhofs. Ein Eingang führt direkt entlang der alten Trauerhalle, welche auf einem kleinen Hügel gelegen ist. Das Gebäude ist in einem baufälligem Zustand. Dennoch finden sich hier viele Details wieder. Ein weiteres zentrales Gebäude des Friedhofs ist das Krematorium mit der großen Trauerhalle. In dieser findet sich ein Deckengemälde aus dem Jahr 1928. In den Wänden befinden sich aufwendige Bleigläser, welche je nach Lichteinfall angenehm farbig leuchten. Ein drittes markantes Gebäude auf dem Friedhof ist die Fürstengruft. Erbaut wurde diese von 1839 bis 1841 im neogotischen Stil vom Baumeister Gustav Winkler. In den Jahren von 1844 bis 1919 wurden in dieser 15 Angehörige der herzoglichen Familie bestattet. Alle Särge mussten 1974 aufgrund des schlechten Zustands des Gebäudes in andere Grabstätten auf dem Friedhof umgebettet werden. Gerade hinter der Trauerhalle befinden sich viele historische Gräber. Diese sind zum Teil stark durch die Witterung in Mitleidenschaft gezogen. Witziges am Ende: am Ausgang des Friedhofs befindet sich ein Schild mit Kasse mit der Aufschrift „Ausleihgebühr für Gießkannen 5 Cent“. In Anbetracht der heutigen Preise erscheint mir das eine sehr günstige Leihgebühr.
von Johannes Krey 27. Juli 2021
Das Konzentrationslager II-Birkenau wurde 1941 neben dem Stammlager Auschwitz I gegründet. Es diente nur einem Zweck: der Ermordung von Menschen. Bis zum Kriegsende wurden hier über eine Millionen Menschen systematisch vernichtet und ermordet. Dazu gab es fünf Gaskammern und mehrere Krematorien. Auschwitz II-Birkenau war das größte Vernichtungslager der Nazis. Heute wird das Lager durch die Auschwitz Foundation betreut und ist als Gedenkstätte der Öffentlichkeit zugänglich. Die Foundation erhält das Konzentrationslager als Gedenkort. So können hier noch mehrere Häftlingsbaracken besichtigt werden. Die ehemaligen Gaskammern sind zum Kriegsende gesprengt wurden. Hier liegen die Gebäudereste als Erinnerungsort brach. Ein Großteil der ehemaligen Häftlingsbaracken ist abgebrannt oder zerstört. Hier stehen nur noch die gemauerten Öfen. Anhand dieser erkennt man die vielen ehemaligen Lagerbaracken. Ein zentraler Bestandteil ist das Einfahrtsgebäude mit der Gleisanlage auf das Lagergelände. Hier kamen die Züge mit den Menschen an, welche anschließend in das Lager kamen. Im Konzentrationslager Auschwitz II-Birkenau war unter anderem auch Anne Frank nach ihrer Festnahme in Amsterdam inhaftiert. Fotografiert wurde mit dem Fujifilm Filter ETERNAL BLEACH BYPASS und einer Fujifilm Kamera. In der analogen Filmzeit wurde dieser Effekt während des Entwicklungsprozesses erreicht. Dabei wurde der Bleichprozess verkürzt. Das Ergebnis ist ein entsättigter und kontrastreicher Abzug.
von Johannes Krey 27. Juli 2021
Das Konzentrationslager Auschwitz I war das Stammlager neben dem Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau und Auschwitz III-Monowitz. Betrieben wurde das Konzentrationslager von 1940 bis 1945. Es befindet sich in der polnischen Stadt Oswiecim. Errichtet wurde es in einer ehemaligen polnischen Kaserne. Über dem Haupttor des Lagers prangt der Schriftzug „Arbeit macht Frei“. In einer 6-stündigen Führung mit einer deutschsprachigen Frau schaute ich mir das Konzentrationslager und das Gelände von Auschwitz I an. Das Lager und die Liegenschaften sind in einem gut erhaltenem Zustand und zeigen die Gräueltaten der deutschen Kräfte. Für mich war der Besuch des Konzentrationslagers I ein sehr spannender, aber auch tief bewegender Ausflug. Mit einem Shuttle-Bus ging es nach der Besichtigung in das Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau.
von Johannes Krey 18. Juli 2021
Der historische Friedhof in Buttstädt zeigt sich im Stil einer italienischen Friedhofsanlage Campo Santo. Auf dem Friedhof aus dem 16. Jahrhundert gibt es rund 160 Grabsteine aus der Zeit des Barock, des Rokoko und des Klassizismus zu sehen. Ein weiteres Highlight ist das Tortürmlein und die Grufthalle. Besonders beeindruckend sind die sehr aufwändigen Grabsteine mit ihren vielen Verzierungen. Typisch für die Zeit sind die Totenköpfe auf den Grabsteinen oder die detailreich gearbeiteten Engel mit ihren Flügeln. Das Alter der vielen Grabsteine kann man zum Teil an ihrer natürlichen Patina erkennen. Ein besonderer Grabstein hat das Aussehen eines Baumstammes, ist jedoch komplett aus Stein. Der Friedhof Buttstädt ist Außenstandort der Bundesgartenschau BUGA 2021. Fotografiert wurde mit dem Fujifilm Filter ETERNAL BLEACH BYPASS und einer Fujifilm Kamera. In der analogen Filmzeit wurde dieser Effekt während des Entwicklungsprozesses erreicht. Dabei wurde der Bleichprozess verkürzt. Das Ergebnis ist ein entsättigter und kontrastreicher Abzug.
von Johannes Krey 18. Juli 2021
Der sowjetische Friedhof unterhalb des Schloss Belvedere bei Weimar wurde 1946, kurz nach dem zweiten Weltkrieg errichtet und im Jahr 1951 fertiggestellt. Den Bau des Friedhofs übernahmen Weimarer Baubetriebe unter sehr schweren Bedingungen. Bis zum Jahr 1967 wurden auf dem Friedhof Angehörige der sowjetischen Streitkräfte und Zivilpersonen mit sowjetischer Staatsbürgerschaft beerdigt. In dem Zeitraum bis 1992 wurden aber auch rund 2000 Thüringer auf dem Friedhof beigesetzt. Der Friedhof, mit seiner zentralen Säule in der Mitte, gehört zu den Kulturdenkmälern mit geschichtlichen Gründen der Stadt Weimar. Bis zum Abzug der Truppen aus der Sowjetunion fanden jährlich Gedenkveranstaltungen auf dem Friedhof statt. Heute wirkt der Friedhof sehr naturbelassen und teilweise verwildert. Das Gras steht zum Teil kniehoch und die Bäume umwachsen die alten Grabsteine. Dennoch ist es ein sehr spannender Friedhof der Stadt Weimar. Fotografiert wurde mit dem Fujifilm Filter ETERNAL BLEACH BYPASS und einer Fujifilm Kamera. In der analogen Filmzeit wurde dieser Effekt während des Entwicklungsprozesses erreicht. Dabei wurde der Bleichprozess verkürzt. Das Ergebnis ist ein entsättigter und kontrastreicher Abzug.
von Johannes Krey 12. Juli 2021
Schon oft habe ich den historischen Friedhof in Weimar fotografiert. Und dennoch finde ich bei jedem Besuch neue Motive. So lässt der Winter einen nahezu offenen Blick auf die Russisch-Orthodoxe Kapelle zu. Im Sommer ist der Friedhof dicht bewachsen und alles liegt unter einem dichten Blätterkleid. Die Farben des Grüns wirken jedoch gesättigter. Egal zu welcher Jahreszeit, der historische Friedhof zeigt sich immer aus einem neuen Blickwinkel. Im Jahr 2021 ist der Friedhof Teil der Bundesgartenschau. Er ist einer von 25 Außenstandorten der Bundesgartenschau. Fotografiert wurde mit dem Fujifilm Filter ETERNAL BLEACH BYPASS und einer Fujifilm Kamera. In der analogen Filmzeit wurde dieser Effekt während des Entwicklungsprozesses erreicht. Dabei wurde der Bleichprozess verkürzt. Das Ergebnis ist ein entsättigter und kontrastreicher Abzug.
von Johannes Krey 21. April 2021
Während eines Drehtermins in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar bot sich die Möglichkeit, den Rokoko Saal zu fotografieren. In diesem Teil der Bibliothek stehen die ältesten Werke der Sammlung der Bibliothek. Am 2. September 2004 kam es in dem Gebäude zu einem verheerenden Großbrand. Neben der Gebäudestruktur wurde ein Großteil der Bücher zerstört. Diese mussten in den vergangenen und noch in den zukünftigen Jahren aufwendig in der Bücherwerkstatt restauriert werden. Unterhalb des Platz der Demokratie vor der Anna Amalia Bibliothek liegt das Tiefenmagazin der Klassikstiftung Weimar. Hier werden in großen Magazinen wertvolle Bücher und andere Dokumente der Geschichte aufbewahrt.
von Johannes Krey 17. November 2019
Letzter Tag in Kiew. Mit dem Taxi ging es nach dem Frühstück ins Höhlenkloster. Das Kloster liegt auf einem Berg oberhalb der Stadt mit Blick auf den Dnepr Fluss. Erstmalige Erwähnung fand das Kloster im 12. Jahrhundert. Somit zählt es zu den ältesten Klöstern des Landes. Die Klosteranlage erstreckt sich über eine große Fläche. Bereits aus der Ferne kann man die goldenen Turmdächer emporragen sehen. Der Eintritt in das Kloster kostete rund 4 Euro. Den zentralen Mittelpunkt bildet der Glockenturm. Dieser konnte bis zum Glockenbereich bestiegen werden. Von ihm hat man eine wunderschöne Aussicht auf Kiew. Leider war es wie die vergangenen Tage sehr nebelig. Beim Besuch einer der Kirchen wurde eine öffentlich orthodoxe Trauung vollzogen. Dabei hatten Braut und Bräutigam eine goldene Krone auf dem Kopf. Der Priester sang während der Trauung verschiedene Traulieder. Durch die kuppelartige Bauweise der Decke gab es eine sehr beeindruckende Akustik. Ein weiterer spannender Ort des Klosters waren die unterirdischen Höhlen. Hier stehen entlang der Gänge in kleinen Nischen mehrere Särge aus Glas mit mumifizierten Mönchen des Klosters. Aufgrund der Enge in den Höhlen und des dichten Andrangs durch Besucher sollte man hier keine Platzangst haben. Zu Fuß ging es weiter zur nur wenige hundert Meter entfernten Mutter-Heimat-Statue. Mit einer Gesamthöhe von 102 Metern prangt die Kolossalstatue über Kiew und gedenkt dem Sieg der sowjetischen Streitkräfte im großen Vaterländischen Krieg. Zur Herstellung der Statue wurde ausschließlich Rostfreier Stahl verwendet. Rund um die Anlage gibt es mehrere Militärfahrzeuge wie Panzer, Hubschrauber und Haubitzen zusehen. Alle Kriegsgeräte sind Teil einer Ausstellung zur Armee des Landes. Am späten Nachmittag ging es mit dem Taxi wieder zurück in Richtung Hotel. Mit einem Besuch in einem Restaurant endete der Kurztrip in die Ukraine. Hatte ich anfangs noch mit dem Gedanken gespielt mir einen Mietwagen zu nehmen, war ich dann doch recht schnell froh, diesen Gedanken nicht weiter verfolgt zu haben. Die Preise in der Ukraine sind einfach sehr günstig. Mehrfach bin ich mit dem Taxi durch die Stadt gefahren und habe dabei selten mehr als ein paar Euros bezahlt. Auch die Lebensmittelkosten in Restaurants sind sehr günstig. So kostet ein ukrainisches Khachapuri (Brot mit Käse und Ei) rund 5 Euro. Von den Bierpreisen mit rund 1,80 Euro für einen halben Liter Bier im Restaurant mal abgesehen. Aber auch die Menschen im Land waren alle weitestgehend freundlich. Lediglich mit der Sprache gibt es immer wieder Verständigungsprobleme. Zwar sprechen viele junge Menschen Englisch, doch gerade Ältere sprechen dann nur ihre Muttersprache. Dies sorgte gerade im Taxi zu Verständigungsproblemen. Was mir zum Schluss auch noch aufgefallen ist: die Stadt sowie die öffentlichen Plätze sind halbwegs sauber und aufgeräumt. Was aber wirklich auffällt sind die Abgase in der Luft. Da meckern alle in Deutschland über Feinstaub und Co. Hier haben die vom Thema Feinstaub scheinbar noch nie etwas gehört. Lediglich ein Großteil der Stadtbusse fährt über eine Oberleitung.
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